| Die Zahl der Tenöre stimmt nachdenklich / Mitglieder des MGV 1859 Neckarhausen bestätigten Vorstand |
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(Januar 2012 Rhein-Neckar-Zeitung) Edingen-Neckarhausen. (sti) „Mit wie vielen Sängern singen wir in zehn Jahren?" Das war die Schlüsselfrage in Christian Rosenzweigs erstem Geschäftsbericht als Vorsitzender des Männergesangvereins 1859 Neckarhausen. Die Singfähigkeit des Chors aufrecht zu erhalten, sei die wichtigste Problemstellung, der alles andere untergeordnet werden müsse. Dabei machte Rosenzweig keinen Hehl daraus, dass für ihn, sollte einmal das klangliche Niveau im einzelnen Verein nicht zu halten sei, ein gemeinsamer Chor mit anderen Vereinen am Ort die bessere Lösung wäre: „Ich werde mich immer zugunsten des Singens entscheiden." Die Zeiten, wo man stolz schwärmen konnte, „Keiner wird es wagen, unseren MGV zu schlagen", seien leider vorbei, seufzte der 33-Jährige, der vor einem Jahr das Vereinsruder von Josef Stein junior übernommen hatte. „Aber keine Angst; es gibt zurzeit keine Fusionsgespräche", versicherte Rosenzweig den 38 Mitgliedern im MGV-Saal „Kleintierhof". Und er werde auch in keine solche Planungen ohne Rücksprache mit den Mitgliedern eintreten. Die Sorge des Aktiven-Schwund führte die Statistik vor Augen: 1982 hatte der MGV 96 Sänger, 2004 sangen 56, voriges Jahr noch 46. Die Mitgliederzahl sank in 30 Jahren von 327 um ein Drittel auf 215. Mit maximal noch sieben Stimmen am dünnsten ist das Eis im erste Tenor. Ein Silberstreif ist, dass 2011 zwei 22 und 27 Lenze junge Sänger dazukamen. Stabil gut mit im Schnitt „Drei von Vieren" ist der Singstundenbesuch. Elf Aktive erhielten für 100 Prozent Sängergläser, dabei die Ehrenvorsitzenden Norbert Bozek und Seppl Stein junior sowie Willi Mülbert, der schon 32 Jahre in Folge nie fehlte. Auch für 14 Sänger von auswärts, vom Bruder-Ortsteil Edingen bis Hanhofen/Pfalz und Waldangeloch, gab es das traditionelle Treue-Geschenk. Christian Rosenzweig bat weiter alle Aktiven um regelmäßige Präsenz sowie sämtliche Mitglieder um engagiertes Werben für den MGV. Der Verein selbst müsse da ebenfalls am Ball bleiben, um quantitativ wie auch qualitativ, etwa durch Stimmbildungs-Workshops, das gewünschte Level zu halten. Dass der Zusammenhalt stimmt, zeigte ein rundum positives Berichtsjahr. Einen Schritt nach vorn tat man mit der Gründung des „Varius"-Chors, der, wie sein Name sagt, auf Repertoire-Vielfalt setzt. Drei Jubiläen gab es, die 50. Närrische Singstunde, das 100. Laientheater-Jahr sowie Gerhard Winds 60. Dirigentenjahr. Sonderlob hörten MGV-Vize Joachim Biehlmaier und sein Rund-ums-Schloss-Team für den Zeltbetrieb im Schlosshof, Manfred und Kevin Doberaß für die Saalbewirtung und Thomas Zachler für die Organisation der Viertagesfahrt nach Bochum. Ein schönes Plus vermeldete Kassier Jürgen Heid, dies dank vieler Spender. Die Revisoren Erich Hauck und Karl Brecht waren voll zufrieden, die Entlastungen ebenso Formsache wie eine Ergänzung der Satzung in punkto Beitragsart - ausschließlich in Geldform. Die Neuwahlen bestätigten den Vorstand, also auch Schriftführer Rene Zieher. Im Beirat sind Fritz Heid, Thomas Kropp, Ralph Mülbert, Willi Mülbert, Gunnar Quintel, Hans-Jürgen Schwippert, Winfried Speicher, Jürgen Wahl sowie Thomas Zachler.
Vorstand und Geehrte (v. re.): Schriftführer Rene Zieher, Vorsitzender Christian Rosenzweig, KassierJürgen Heid, stellvertretender Vorsitzender Joachim Biehlmaier sowie Waldemar Zieher und die Ehrenvorsitzenden Seppl Stein junior und Norbert Bozek. Foto: Kraus-Vierling |

