Ladenburg Sängereinheit – Der fünf verstorbenen Vereinsmitglieder gedacht

November 2015 (Ladenburger Zeitung)

 

Das Leben und der Tod stehen oft nahe zusammen. Noch mitten im Leben steht der Ehrenvorsitzende der Sängereinheit, Helmut Kinzig, dem die Vereinsmitglieder am vergangenen Samstag ein Ständchen zum 80. Geburtstag überbrachten. Nur einen Tag später wurde in der Trauerhalle des städtischen Friedhofs erneut gesungen. Bei diesem Termin stand jedoch das Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder im Mittelpunkt. Bei der Traditionsveranstaltung in der gut besuchten Trauerhalle betonte die Vorsitzende Marianne Stein, dass sich der Verein voller Ehrfurcht vor den verstorbenen Vereinsmitgliedern Walter Emmerich, Josef Werth, Lilli Fangohr, Gerdi Grundmann und Josef Körner verneigt. Der Verlust der aktiven Sängerinnen und Sänger habe den Verein hart getroffen. Manchmal sei der Tod jedoch eine Erlösung, besonders dann, wenn ein Mensch sein Leben nicht mehr selbst bestimmen kann, sagte die Vorsitzende in ihrer Ansprache.

Ihre Wortbeiträge wurden vom Männerchor unter der Leitung von Thomas Wind musikalisch unterstützt. Das kleine Konzert, das der Männerchor präsentierte, schaffte einen würdigen Rahmen für die Toten-Gedenkfeier. Liedbeiträge wie „Herr, gib uns Frieden „Ein frischer Traum erhellt die Einsamkeit“ oder „Herr; deine Güte reicht so weit“ wurden mit Leidenschaft gesungen. Beim Titel. Oh Herr, welch ein Morgen“ überzeugte Karl Fallenstein mit seinem solistischen Beitrag.

Traditioneller Abschluss der Totenehrungsfeier ist bei der Sängereinheit die Kranzniederlegung am Friedhofskreuz. Vor dem Kreuz wurde zum Abschluss der Titel „Heilig, heilig“ gesungen, verbunden mit der Hoffnung, dass bei der Toten-Gedenkfeier im nächsten Jahr keine Namen von verstorbenen Mitgliedern verlesen werden müssen. -stu.lFotos: Sturm

00-15 ladenburg SE 11-27