Hemsbach Liederkranz – Vorweihnachtliches Kirchenkonzert des MGV Liederkranz Hemsbach

Dezember 2015 (Privat) Alte Meister, Jagd- und Weihnachtslieder begeisterten Konzertbesucher

 

Zu einer fast zweistündigen besinnlichen Einstimmung auf die Advents- und Weihnachtszeit mit musikalischem Hochgenuss hatte der Männergesangverein Liederkranz Hemsbach eingeladen und überbrachte damit den Musikfreunden ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk. Besonderen Wert erhielt dieses Präsent auch durch die Mitwirkung des Organisten und Pianisten Markus Wind und das aus bekannten Solisten zusammengestellte Hornbläser-Quartett.

Nach einer Ouvertüre erwies die für die musikalische Gesamtleitung verantwortliche Chordirektorin Edith Schmitt mit den Männerchor den alten Meistern ihre Reverenz.

Mit „Weihe des Gesanges“, dem Priesterchor aus der Zauberflöte, von Wolfgang Amadeus Mozart schuf der Männerchor einen feierlichen Rahmen für die weiteren Kompositionen. Es folgen der „Abencfrieden“, eine der schönsten Chorkompositionen von Franz Schubert, „Die Himmel rühmen“ von Ludwig van Beethoven und „Der träumende See“ von Robert Schumann, womit der Reigen alter Meister verhalten ausklang.

Bevor der Männerchor zu seinem zweiten Musikblock antrat spielten sich einfühlsam das Hornbläser-Quartett mit den Werken „La Chasse“ und „Chanson Ancienne“ und nochmals Markus Wind an der Orgel mit den zwei Choralvorspielen „Morgenglanz der Ewigkeit“ und „Meinen Jesum lass ich nicht“ in die Herzen der Zuhörer.

Mit Jagd- und Waldliedern gestaltete der Männerchor seinen zweiten Auftritt. „Abends im Walde“ von Friedrich August Kern, „Der Jäger Abschied“ von Felix Mendelsohn-Bartholdy und „Waldandacht“ waren zu hören, wobei bei diesem Stück das Tenorsolo von Achim Wolpert und das Basssolo von Peter Kleefisch gesungen wurden. Herausragend in diesem Programmteil war jedoch das Stück „Nachtgesang im Walde“ von Franz Schubert gemeinsam brillant vorgetragen vom Männerchor mit dem Hornbläser­Quartett.

Nach einer wissenschaftlichen Feststellung, dass Gesang gesundheitsfördernd ist und einem Gebet von Pfarrer a. D. Dr. Holger Kaiser stimmten das Hornbläser-Quartett mit den Musikstücken „Jesu, bleibet meine Freude“ und What child is this“ den vorweihnachtlichen Programmteil an. Mit „Heilige Nacht“ von Emil Rabe, „Hymne an die Nacht“ von Ludwig van Beethoven, „Schaut hinauf zum Himmelszelt“ von Hermann J. Settelmeyer und „Weihnachtsglocken“ von Hermann Sonnet traf der Männerchor genau den Geschmack der Zuhörer. Herausragend in diesem Programmteil war das von Markus Wind am Klavier begleitete Stück „Hoch, wie hell die Glocken klingen“ nach einem Satz von Manfred Bühler.

Sowohl der Männerchor als auch das Hornbläser-Quartett setzten bei ihren Vorträgen besondere Akzente. Die perfekte Leistung des Organisten/Pianisten Markus Wind sowie die informative Moderation von Wolfgang Erhard rundeten den großartigen Konzerterfolg ab, der die musikalische Handschrift der jungen Chordirektorin Edith Schmitt trug.

Verdient war der stehend von begeisterten Bravorufen begleitete stürmische Schlussapplaus des Publikums, bevor mit den finalen Schlusslied „Stille Nacht (Ehre sei Gott)“ von Hans Lingerhand das vorweihnachtliche Kirchenkonzert zu Ende ging.

Hier war neben den Männerchor und einem Hornbläser das Publikum zum Mitsingen eingeladen und beherrschte gekonnt Melodie und Text dieses bekannten Weihnachtsliedes.    Karl Engelsdorfer

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Bild: Weinheimer Nachrichten