Hohensachsen MGV 1850 – Disziplinierter Klangkörper singt „Maria Lassu“

Dezember 2017 (Weinheimer Nachrichten) Männergesangverein 1850: Weihnachtsfeier in der Mehrzweckhalle Hohensachsen mit Ehrungen, wunderschönen Weisen und beschaulichen Geschichten

 

HOHENSACHSEN. Wenn Musik ein wertvolles Merkmal von Weihnachten ist, darin steht der Männergesangverein 1850 Hohensachsen damit an erster Stelle. Ein musikalischer Gesangsvortrag sowie wunderschöne Weisen und beschauliche Geschichten lösten sich bei der Weihnachtsfeier ab.

Für den musikalischen Auftakt und viele weitere Höhepunkte sorgte der Schulchor und die Instrumental-AG der Sepp-Herberger-Grundschule unter der Leitung von Ursula Naß. Mit dem Stück „Plätzchen backen“ von Heinz Lemmermann und dem thematisch passenden Gedichtsvortrag „Vorweihnachtstrubel“ von Ursel Scheffler hatten die Kinder die Besucher gleich in die rechte Stimmung versetzt. Vorsitzender Walter Spieth hatte nicht zu viel versprochen: Das Programm bestand aus internationaler und weihnachtlicher Musik aus unterschiedlichen Epochen. Die teils feierlich getragenen Chorwerke, die die Sänger so meisterlich unter der Leitung ihres Dirigenten Volker Schneider anstimmten, ließen bald den Vorweihnachtsstress vergessen.

Vorsitzender Spieth versuchte mit der Geschichte von Werner Reiser „Vom Engel der nicht singen wollte“, den tieferen Sinn des Weihnachtsfestes darzulegen, was auch sehr eindringlich gelang. Die von ihm verlesene Geschichte vom Streit der Engel machte so recht deutlich, dass Gott nahe bei uns ist, besonders an Weihnachten.

Ehrennadeln verliehen

Nahtlos knüpfte der Männerchor mit dem von Bepi De Marzi komponierten und auf italienisch gesungenen Lied „Maria Lassu“ (Maria dort oben) an, bei dem sich der Chor als geschlossener Klangkörper mit beachtlicher Disziplin vorstellte. Beim „0 heilge Nacht“, 1847 von Adolphe Adam auf das damals poluläre Gedicht „Minuit, chretiens“ (Mitternacht, Christen) komponiert, entfaltete sich der Chorklang zu prächtiger Steigerung. Das Lied „Stille Nacht“ (mit Ehre sei Gott in der Höhe) wurde in der Chorfassung von Hans Lingerhand vorgetragen, in die auch das Publikum mit einstimmte.

Zum Ausklang servierte der Chor das wunderbare „Trommellied“ in der Fassung von Wolfgang Lüderitz, das auf einen tschechischen Choral zurückgeht. Regelmäßige Anwesenheit in der Singstunde ist ein Garant für den musikalischen Erfolg eines Chores, betonte Willi Hamburger, der für den badischen Chorverband und des Sängerkreises Weinheim die Ehrungen vornahm. Für 25 Sängerjahre silberne Ehrennadel und Ehrenurkunde des Bad. Chorverbandes und des Sängerkreises: Hermann Bock. Für 50 Sängerjahre goldene Ehrennadel und Ehrenurkunde des Deutschen Chorverbandes. Günter Haas und Karl-Heinz Moog. Für 60 Sängerjahre goldene Ehrennadel und Ehrenurkunde des Deutschen Chorverbandes und silberne Schubertplakette des Sängerkreises: Dieter Prestel. Für 65 Jahre Passivität wurde Walter Klohr mit Urkunde geehrt.   G.J.

Ehrungen beim MGV 1850 Hohensachsen: Im Rahmen der festlichen Weihnachtsfeier wurden verdiente und langjährige Sänger besonders ausgezeichnet.   BILD: PHILIPP REIMER