Hohensachsen MGV 1850 – Hohe Wände und ein Flair von Venedig

Juli 2016 (Weinheimer Nachrichten) Männergesangverein 1850 Hohensachsen in Rheinhessen und an der Nahe

 

HOHENSACHSEN. Der Jahresausflug des Männergesangvereins 1850 Hohensachsen führte nach Rheinhessen und an die Nahe. Horst Jägerfeld, der den Ausflug organisierte, hatte mit der Rotweinstadt Ingelheim mit Stilepochen vergangener Tage wie auch mit Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein-Ebernburg das Richtige ausgesucht.

Ingelheim am Rhein überzeugte als geschichteträchtige Stadt mit der Burgkirche in Ober-Ingelheim, ihrem spätgotischen Gewölbe und Marienfenstern wo der Chor des MGV 1850 im Altarraum das „Vater unser“ anstimmte. Ein Erlebnis war der Rundgang auf der Wehrmauer. Über die Rotweinstraße wurde mit dem Bus Nieder-Ingelheim erreicht, wo Karl der Große die Anpflanzung der roten Burgunderreben anordnete. Am Ende des 8. Jahrhunderts wurde die Kaiserpfalz als Palastanlage erbaut. Sie diente ihm und 17 weiteren mittelalterlichen Herrschern als Regierungssitz. Auf der Bühne in der Aula regio sang der Chor „Das Tal in den Bergen“.

Ein Genuss danach das Orgelkonzert in der Pfalzkirche Otto des Großen (heute Saalkirche) auf der Dreymann-Orgel (1853) und auf der amerikanischen Skinner-Orgel (1936). Vor der Remegiuskirche steht das Denkmal des Universalgelehrten Sebastian Münster, größter Sohn der Stadt. Sein Andenken wurde durch sein Bildnis auf dem vorletzten Hundert-Mark-Schein wach gehalten.

In zwei geführten Gruppen wurde am Nachmittag die malerische Altstadt von Bad Kreuznach besichtigt mit mittelalterlichen Brückenhäusern über der Nahe, die ihr den Ruf als „Klein-Venedig“ einbrachten. Über das berühmte Salinental ging’s nach Bad Münster am Stein­Ebernburg mit Porphyrwänden und der höchsten Steilwand nördlich der Alpen mit Rheingrafenstein und Rotenfelsmassiv. Nach geballter Ladung an Geschichts- und Kultureindrücken fand der Ausflug im Weinhaus Schlich mit Liedern einen zünftigen Abschluss. G.J.