Laudenbach Singverein – Den Umbruch gut gemeistert

Januar 2016 (Weinheimer Nachrichten) Generalversammlung in neuem Sängerheim / Zahlreiche Auszeichnungen für treue Mitglieder

 

LAUDENBACH. „Gloria, Gloria“ schmetterten die Sternsinger zum feierlichen Auftakt der Generalversammlung des Singvereins und sie hatten ebenso wie die rund 80 Besucher allen Grund: zum ersten Mal trafen sich die Sänger zur Mitgliederversammlung im neuen Vereinsheim, das sie vom Taubenzüchterverein „Heimatliebe“ übernommen und erst vor Kurzem runderneuert hatten.

Entsprechend aufgeräumter Stimmung begrüßte Friedhelm Stiller unter den vielen Sängern auch die Gemeinderäte Dieter Ehle und Bernd Hauptfleisch sowie den Beauftragten des Sängerkreises Weinheim, Werner Winkler. Gemeinsam mit ihm übernahm der Vorsitzende mit der Ehrung langjähriger Mitglieder den repräsentativen Teil der Tagesordnung. In seiner poetischen Laudatio betonte Winkler die Geborgenheit, die in der Chorgemeinschaft lebe, und das gemeinsame Ziel, die Partnerschaft unter den Chören zu stärken. Irmgard Eg, von Stiller für 40-jährige Mitgliedschaft mit der goldenen Ehrennadel dekoriert, versicherte dem Singverein mit einer besonderen Geste des Dankes, auch künftig bei allen Veranstaltungen ebenso präsent zu sein wie bisher.

Dazu hatte sie nach dem Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden im vergangenen Jahr reichlich Gelegenheit. Das Vereinsjahr sei, ausgelöst von der Neubesetzung vieler Funktionen, von großen Veränderungen geprägt gewesen, die der Verein jedoch gemeistert habe. Stiller erinnerte an den wiederbelebten Kappenabend, an Ausflug und Wanderung, aber auch an das Grillfest mit Frühschoppen und Volksliedersingen und natürlich an die Mammutaufgabe der Kerwe in der „Sängerscheuer“. Einen großen personellen Umbruch habe der Verein mit dem Ende des Dirigats von Otto Lamade und dem Neuanfang mit Thomas Wind erlebt, was den Vorbereitungen und der Durchführung des Jahreskonzerts in gemeinsamer Sache mit dem Philharmonischen Chor Weimar als wichtigster Veranstaltung des Jahres eine besondere Spannung verliehen habe.

Hoffnung für Jungsänger

Widrige Umstände, ausgelöst durch Ortswechsel und berufliche Veränderungen, hätten dazu geführt, dass die Jungsänger nach dem Rückzug von Golo Faßbeck ihre Aktivitäten nahezu eingestellt hätten. Ein deutlicher Hoffnungsschimmer sei jedoch die Bereitschaft von Bernd Hauptfleisch, die junge Truppe erneut zu beleben. Einen gewaltigen Schreck bekamen die Sänger mit der

Aufforderung, kurzfristig ihr bisheriges Probenlokal im ehemaligen Gasthaus „Krone“ zu verlassen. Dank der Unterstützung von Bürgermeister Hermann Lenz und dem Taubenzüchterverein gelang es jedoch, dessen verwaistes Vereinsheim in Erbpacht noch vor Jahresende zu übernehmen. Die Weihnachtsfeier im neuen Domizil markierte den Neuanfang.

CaraMia, der Frauenchor des Singvereins, ohnehin bei allen Veranstaltungen mit von der Partie, ergänzte den umfangreichen Terminkalender durch eigene Ideen. Sprecherin Isolde Stiller verwies vor allem auf die unvergessliche Reise zum internationalen Chorfestival in Amsterdam, aber auch auf zusätzliche Chorwettbewerbe und Orgelkonzerte unter Mitwirkung von „CaraMia“.

Gewohnt kurzweilig gestaltete Schriftführer Gerhard Marsching seinen Jahresbericht der trockenen Zahlen aus der Sicht des Protokolls.

26 Ereignisse – ein ganz normales Sängerjahr“ war seine in aller Bescheidenheit notierte Bilanz, die immerhin auch manifestierte, dass die 42 Singstunden bei rund 80-prozentiger Beteiligung stets gut besucht waren. Die Risiken und Nebenwirkungen, die im Hintergrund aller Veranstaltungen lauern, schilderte Organisationsleiter Erhard Schmitt: einen Kappenabend mit ungeahnten Überraschungen, ein Grillfest ohne Wasser für den Kaffee, eine verschwundene Grillpfanne und die bange Frage, wie denn das Podest in der Sängerscheuer aufzubauen sei.

Bemerkenswertes Plus

Das alles fasste Kassier Norbert Luber in nüchterne Zahlen, die dem Singverein neben derzeit 209 Mitgliedern per Saldo ein bemerkenswertes „Plus“ im Kassenbuch sichern. Die Kassenprüfer Bernd Hauptfleisch und Ursula Beck waren deshalb angesichts außerordentlich präziser und anstandsloser Kassen- und Buchführung voll des Lobes – einstimmigen Entlastung war dem Schatzmeister sicher.

„Hier wird mit Herzblut gearbeitet“ schrieb Dr. Bernhard Wahl dem Vorstand ins Stammbuch. „Großes habe die neue Vereinsführung im vergangenen Jahr stemmen müssen und habe es mit Kraft und Energie“ gemeistert. Das fordere den allergrößten Respekt: „Wir können mit Optimismus in die Zukunft blicken.“ So viel Lob aus berufenem Mund brachte einstimmige Entlastung des Gesamtvorstands, der zur Vervollständigung der Tagesordnung mit Helga Jöst und Günter Landthaler nur noch die Neuwahl der beiden Revisoren fehlte. he

Ehrungen beim Singverein Laudenbach

  • Ehrungen des Badischen Chorverbandes und des Sängerkreises Weinheim: Die silberne Ehrennadel für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Norbert Dettmann, Karl Giegrich und Adolf Schümmer. Die goldene Ehrennadel für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Klaus-Dieter Floer, Franz Piller und Karlheinz Stamm. 50 Jahre Mitgliedschaft brachten dem Ehrenvorsitzenden Karlheinz Bangert die goldene Ehrennadel mit Gravur. Für 65-jährige Treue wurde Otto Felz ebenfalls mit Gold ausgezeichnet.
  • Ehrungen des Singvereins 1870 Laudenbach: Die Silberne Ehrennadel für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielt Adolf Schümmer. Gold für 40 Jahre ging an Irmgard Eg, Dieter Ehle; Klaus-Dieter Floer, Manfred Griesheimer, Volker Hoppner, Robert König, Franz Piller, Karlheinz Stamm, Hans Stein und Manfred Weber. Die Treuemedaille für 50 Jahre erhielt Karlheinz Bangert, Karl-Ernst Fink, Karl Giegrich, Roland Noe und Wilhelm Spengler, eine Dankurkunde für 70-jährige Treue Ernst Gassmann.

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Ehrungen prägten die Generalversammlung des Singvereins Laudenbach BILD: HEID