Laudenbach Singverein – Neues Heim wirft elf Euro „Jahresgewinn“ ab

Januar 2017 (Weinheimer Nachrichten) Singverein: Mitglieder bestätigen Vorsitzenden-Duo Stiller und Hannemann bei Generalversammlung im Amt / Im neuen Domizil heimisch geworden

 

LAUDENBACH. „Ein fröhliches Jahr“ wünschten die zwölf kleinen und großen Sternsinger den „gleichgesinnten“ Erwachsenen vom Singverein zum Auftakt der Generalversammlung; zu der – traditionsgemäß am Dreikönigstag – exakt 53 Mitglieder ins Sängerheim gefunden hatten, unter ihnen auch Ehrenvorsitzender Karlheinz Bangert. 1. Vorsitzender Friedhelm Stiller entsprach ohne Verzug dem Wunsch der fröhlichen Schar und überreichte Rolf Hartmann vom Förderverein Alte Dorfkirche und Markus Hain vom Bauförderverein der Katholischen Kirchengemeinde je einen Scheck über 500 Euro. Es ist der Erlös aus dem Chorkonzert, mit dem er der Singverein im Dezember das alte Jahr beschlossen hatte.

„Einigermaßen geordnete Bahnen“ bilanzierte Stiller in seinem Jahresrückblick nach dem Einzug in das neue Sängerheim und den damit einhergehenden Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten. Er erinnerte an den Kappenabend, den Kabarettauftritt von „Spitz & Stumpf“, an Wanderungen und das verregnete Vereinsfest im Juni. Viele Auftritte der beiden Chöre hatten das Sängerjahr geprägt. Stiller nannte vor allem das Wein- und Chorfest in Ladenburg, den Auftritt bei der Hubertusmesse in der katholischen Kirche und die Mitwirkung beider Chöre beim 40-jährigen Chorleiterjubiläum von. „CaraMia“-Dirigent Friedemann Stihler. Unbestreitbarer Höhepunkt sei allerdings das Weihnachtskonzert gewesen.

Isolde Stiller ergänzte den Bericht des Vorsitzenden für den Frauenchor. Sie erwähnte die zahlreichen gemeinsamen Auftritte und

Freundschaftssingen, aber auch Friedemann Stihlers Orgelkonzert, das „CaraMia“ in Mannheim begleitet habe, und den Auftritt des Frauenchors bei der vorweihnachtlichen Seniorenfeier im Festsaal der Sonnbergschule.

Er habe „Textprobleme“, denn es sei eigentlich schon alles gesagt, bekannte der vorläufig noch kommissarisch waltende Schriftführer Matthias Hertlein mit skeptischem Blick auf seine Notizen. Damit sorgte er für Heiterkeit im Auditorium und führte eher unbeabsichtigt die humorvolle Art fort, mit der sein aus privaten Gründen zurückgetretener Amtsvorgänger Gerhard Marsching die staubtrockenen Zahlen von der Probenbeteiligung bis zum Durchschnittsalter alljährlich unters Volk gebracht hatte. Ergo beschränkte Hertlein sich in seinem Debüt auf das Versprechen, sein Amt – so er gewählt würde – sorgsam wahrzunehmen.

Längst in Amt und Würden ist Erhard Schmitt als Organisationsleiter. Er beleuchtete die bereits geschilderten Aktivitäten des Vereins aus der Perspektive jener, die in die Praxis umsetzen, was der Vorstand beschließt. Das war allenthalben dank tatkräftiger Hilfe vieler aktiver Sänger reibungslos geschehen, sodass Schmitt die Gelegenheit wahrnahm, sogleich die Terminliste fürs aktuelle Jahr vorzulegen. So addiert die Organisation beinahe 20 Veranstaltungen auf, zu denen neben vielen Auftritten auch solche Höhepunkte zählen wie ein Abba-Konzert in der Bergstraßenhalle und eine Mehrtagesfahrt mit Konzert nach Weimar und Bautzen, beides bemerkenswerte Herausforderungen, denen sich die Damen von „CaraMia“ stellen wollen.

Nüchterne, unter dem Strich aber ermutigende Zahlen lieferte Schatzmeister Norbert Luber. Er bezifferte die aktuelle Mitgliederzahl auf 204, legte besonderes Augenmerk aber auf die Bewirtschaftung eines eigenen Clubhauses. Allen Befürchtungen zum Trotz trage sich das Sängerheim ganz ohne Finanzspritze: es hatte sogar glatte elf Euro Jahresgewinn eingebracht. Dergestalt aufgeheitert stimmten die Mitglieder in Lubers Dank an seinen Stellvertreter Ortwin Schümmer und den scheidenden Hauskassier Emil Timm ein. Sie hatten darüber hinaus keine Probleme, sich nach entsprechendem Votum der Revisoren Helga löst und Günter Landthaler einstimmig der Entlastung des Kassiers anzuschließen.

Sorgenkind des Singvereins blieben die Jungsänger, stellte Sprecher Bernd Hauptfleisch bedauernd fest. Zwar werde mehr oder weniger regelmäßig geprobt, doch wolle es nicht gelingen, die Truppe wieder zusammenzuführen. Geschuldet sei das keineswegs fehlender Freude am Singen. Entscheidend sei vielmehr, dass gerade den jungen Leuten die Zeit fehle, weil sie, oft genug auch als Familienväter, im Beruf aufgingen. Dennoch seien die Jungsänger stets bereit, bei großen Veranstaltungen wie etwa der Kerwe, tatkräftig mitzuarbeiten.

Dr. Bernhard Wahl sprach tröstende Worte. Er bestätigte dem Singverein als wesentlichem Kulturträger, Botschafter für Laudenbach und mit seinen vielen Auftritten auch ein bedeutender Werbeträger zu sein. Sicher sei die Situation bei den Jungsängern ein Wermutstropfen, doch „wenn jeder sich vornimmt, in diesem Jahr ein neues Mitglied zu bringen, kann nichts schiefgehen“.

Die Entlastung des Gesamtvorstands war Formsache. In geheimer Wahl bestätigten die Mitglieder Vorsitzenden Friedhelm Stiller und Vize Heinz Hannemann einstimmig. Das galt auch für den neuen Schriftführer Matthias Hertlein und seinen Stellvertreter Günter Milsch, Zum Sprecher der Passivität wählten die Mitglieder Dr. Bernhard Wahl. Die übrigen Ämter bleiben im Wesentlichen unverändert.   he

Der Vorstand des Laudenbacher Singvereins

  • Vorsitzender: Friedhelm Stiller. • Zweiter Vorsitzender: Heinz Hannemann. • Schriftführer: Mathias Hertlein; Zweiter Schriftführer: Günter Milsch. • Kassier: Norbert Luber; stellvertretender Kassier: Ortwin Schümmer. • Organisationsleiter: Erhard Schmitt; stellvertretender Organisationsleiter: Günter Schmitt. • Beisitzer: Günter Landthaler, Ingrid Sieb, Sigrid Jeck und Karlheinz Kilian. • Webmaster: Dieter Geiger. • Bibliothekare: Cordula Stein und Günter Schmitt, • Jugendsprecher: Bernd Hauptfleisch. • Sprecher Passivität: Dr. Bernhard Wahl. • Revisoren: Helga Jöst und Karl Giegrich.

Singvereins-Chef Friedhelm Stiller (links) und Vize Heinz Hannemann überreichen Rolf Hartmann vom Förderverein Alte Dorfkirche und Markus Hain vom Bauförderverein der katholischen Kirchengemeinde je einen Scheck über 500 Euro. BILD: PETER HElD