Leutershausen MGV 1884 – An die Verstorbenen erinnert

Dezember 2015 (Weinheimer Nachrichten) Traditionelles Singen auf dem Friedhof

 

LEUTERSHAUSEN. Es ist eine schöne und lange Tradition, dass der MGV 1884 Leutershausen an Heiligabend auf dem Friedhof für die Verstorbenen einige Lieder singt. Nicht nur für die verstorbenen Sänger des Vereins, sondern für alle, die auf dem Friedhof ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Ursprünglich hatte der „Sängerbund“ 1921 Leutershausen anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums im Jahre 1971 diese tolle Idee aufgegriffen und über 25 Jahre bis zu seiner Auflösung beibehalten. Um dieses Friedhofsingen nicht einschlafen zu lassen, erklärte sich der MGV 1884 Leutershausen bereit, das Singen an Heiligabend zu übernehmen und fortzuführen.

So waren an Heiligabend wieder viele Besucher in die Friedhofskapelle gekommen, um zunächst dem Chor unter der Stabführung von Dr. Rainer Cee zu lauschen und am Schluss gemeinsam noch ein Weihnachtslied zu singen. Zunächst begann Bernhard Götz mit einer Lesung das traditionelle Singen und der Chor intonierte „Macht hoch die Tür“, dann folgten die „Hymne an die Nacht“ und „Tochter Zion“.

Bürgermeister-Stellvertreter Fritz Bletzer überbrachte die Grüße des Bürgermeisters und wünschte alles Gute für das neue Jahr. Sein Dank galt den Sängern des MGV, die eine schöne Tradition fortführen und auch weiterhin erhalten mögen. Vom Chor folgten dann die Lieder „Wenn ich ein Glöcklein wär“ und „Weihnachtsglocken“.

Vorsitzender Harald Brand wünschte allen Besuchern ebenfalls frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr und betonte, „dass heute beim Chor auch ein Christkind dabei ist.“ Denn Sangesfreund Adolf Cee durfte an diesem Tag seinen 80. Geburtstag feiern.

Mit dem gemeinsamen Gebet „Vater unser“ und dem schönsten deutschen Weihnachtslied „Stille Nacht“ endete das Singen in der

Friedhofskapelle, bevor die meisten Besucher noch ihre verstorbenen Angehörigen am Grab aufsuchten. wh

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Der MGV 1884 Leutershausen sang an Heiligabend traditionell auf dem Friedhof und erinnerte dadurch an die verstorbenen Mitglieder. BILD: GUTSCHALK