Leutershausen MGV 1884 – Die Tradition erhalten

 Dezember 2017 (Weinheimer Nachrichten) MGV1884: Friedhofssingen an Heiligabend zum Gedenken an die Verstorbenen / Viele Besucher

 

LEUTERSHAUSEN. Es war richtig eng geworden am Nachmittag in der Aussegnungshalle auf dem Leutershausener Friedhof. Denn es ist eine schöne und lange Tradition, dass der MGV 1884 Leutershausen an Heiligabend den Verstorbenen gedenkt und einige Weihnachtslieder singt. Die Sänger erinnern dabei nicht nur der verstorbenen Vereinsmitglieder, sondern sie denken dabei an alle Verstorbenen in der Gemeinde, die auf dem Friedhof ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Ursprünglich hatte vor vielen Jahren der ehemalige „Sängerbund“ 1921 Leutershausen anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums im Jahre 1971 eine spontane Idee des Vorstandes aufgegriffen und dieses Friedhofsingen mehr als 25 Jahre bis zu seiner Vereinsauflösung beibehalten. Um es nicht einschlafen zu lassen, erklärte sich damals der Bruderverein MGV 1884 Leutershausen bereit, das Singen an Heiligabend zu übernehmen und fortzuführen. In diesem Jahr waren an Heiligabend wieder viele Besucher in die Aussegnungshalle gekommen, um zunächst dem Chor unter Leitung seines Dirigenten Musikdirektor Michael H. Kuhn zu lauschen und am Schluss gemeinsam noch ein Weihnachtslied zu singen. MGV-Aktiver Bernhard Götz begann mit einer Lesung aus dem Evangelium nach Johannes, 6.37-40, der Chor intonierte die „Hymne an die Nacht“.

Bürgermeister-Stellvertreter Fritz Bletzer dankte in seinem Grußwort den Sängern des MGV 1884, welche eine schöne Tradition fortführten und auch weiterhin erhalten mögen. Vom Männerchor folgte im Anschluss das Lied „Wenn ich ein Glöcklein wär‘, dann das gemeinsame Gebet „Vater unser“. Mit allen Besuchern gemeinsam wurde „0 du fröhliche“ gesungen. Viele Zuhörer nutzten noch die Gelegenheit, im Anschluss die Gräber ihrer Verstorbenen aufzusuchen und derer zu gedenken. wh

Großen Anklang fand das Friedhofssingen an Heiligabend des Männerchors des MGV 1884.  BILD: FRITZ KOPETZKY