Leutershausen MGV 1884 – „Wir brauchen leistungsorientiertes Singen“

Januar 2016 (Weinheimer Nachrichten) Vorsitzender Brand gibt bei Hauptversammlung Anregungen für die Zukunft

 

LEUTERSHAUSEN. Mit Schwung und Elan sowie vielen neuen Aufgaben will der MGV 1884 Leutershausen das neue Jahr 2016 beginnen. Nach dem Gedenken an seine verstorbenen Mitglieder Hubert Pauli, Peter Heckmann, Ralph Kanzler, Anna Pribyl und Ulrich Hahn sprach Vorsitzender Harald Brand „von besonderen Aufgabe“, die der Chor im vergangenen Jahr getätigt habe.

Mit dem Sängerjahr könne man beim MGV absolut zufrieden sein, obwohl auch das hohe Durchschnittsalter zu denken gebe, wie bei vielen anderen Vereinen auch. Seiner Meinung nach hätten die Männerchöre nur noch dann eine Chance, wenn sie „leistungsorientiertes Singen“ pflegen und anstreben. Dies koste manchmal „Schweiß und Energie“, zahle sich aber aus.

Irischer Abend ein Erfolg

Sein Dank galt neben den aktiven Sängern natürlich Fritz und Anni Bletzer für die Überlassung ihres Hofes beim Straßenfest, der Familie Otterbeck im ehemaligen Anwesen Koch und den Familien Ridinger, Rell/Mack für deren Unterstützung beim Straßenfest. Der Vereinschef ging auf die vielen Aktivitäten im vergangenen Jahr ein und streifte auch den „Irischen Abend“, der ein grandioser Erfolg wurde. In geselliger Hinsicht habe der Chor einiges getan und Brand gab bekannt, dass das Schwanensteinfest wieder in die

Sommermonate verlegt werde, aber auf einen Sonntagnachmittag, um die Familien besser anzusprechen. Hier galt sein Dank dem Ehepaar Friedrich und Hilde Merx für die Zurverfügungstellung ihres Hofes. Gesanglich habe der Chor einen Schritt weiter nach vorne getan und Brand erinnerte an die Konzertreise nach Bayern, die vielen Auftritte, unter anderem im Weinheimer Krankenhaus und bei Vereinsfesten. Die Internetseite habe ein neues Gesicht bekommen, was Michael Gassmann zu verdanken sei.

Abschließend dankte der Vorsitzende dem Chorleiter Michael Kuhn „für die Bereitschaft, den Chor immer weiter nach vorne zu führen“, den Vereinswirten „Zum Löwen“, allen Sängern und nicht zuletzt der Verwaltung für die Unterstützung. Erneut bekräftige Harald Brand seine Forderung nach einem Bürgerhaus in der Gemeinde für kulturelle Zwecke. Dann führte Brand die Vorhaben für das neue Jahr auf und die sind ganz beträchtlich, wie der große Umfang zeigte. Der Bericht von Orga-Leiter Günter Wagner zeigte detailliert die Aufgaben des Chors von 2015 auf, wobei die Personalplanung von Jahr zu Jahr schwieriger werde. Kassier Roland Holzmann konnte sogar von einem kleinen Überschuss berichten, trotz der hohen Ausgaben. Die Kassenprüfer Manfred Berninger/Konrad Klingenfuß bestätigten eine einwandfreie Kassenführung und die Entlastung erfolgte einstimmig. Für Bürgermeister Manuel Just habe der Chor in der Gemeinde „eine hohe Wertschätzung“ und sei „ein gesellschaftlicher Faktor“. Der MGV bereichere eine Vielzahl von Gemeindefesten und er möchte nur an den „Irischen Abend“ vor einer tollen Kulisse erinnern. Er frage sich oft, warum die Vereine nicht diese Möglichkeit nutzen würden am Rathausplatz. Dieser sei doch hervorragend für solche Veranstaltungen geeignet. „Dem geforderten Bürgerhaus muss ich jedoch eine Absage erteilen“, meinte Just, da andere Aufgaben warten würden.

Brand gab zum Schluss noch einige wichtige Termine bekannt: 9. Februar Kinderfasching in der Beckhalle, 24. Juli – Familienfest im Schwanenstein, 25. September Umzug bei der Storche-Kerwe, 26. November Kirchenkonzert in St. Johannes Baptist, 24. Dezember Weihnachtssingen Friedhof. Mit einem Lied, dirigiert von Vize-Dirigent Dr. Rainer Cee, beschlossen die MGV-Sänger die Hauptversammlung in der „Löwen-Scheune“.   wh

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Auf den neuen Vorstand kommt eine Menge Arbeit zu: Vorne von links Zweiter Vorsitzender Bernhard Götz, Vorsitzender Harald Brand, Kassier Roland Holzmann. Hintere Reihe von links Schriftführer Matthias Stangl, Orgaleiter Günter Wagner. BILD: HILDEBRAND