Leutershausen Sängereinheit – Von Reeperbahn bis Elbphilharmonie

Juni 2017 (Weinheimer Nachrichten) Unterwegs: Sängereinheit erkundet die Hansestadt Hamburg / Lob für Reiseleiter Karl Müller

 

LEUTERSHAUSEN. Für einen Reiseleiter das schönste Kompliment ist wohl, wenn ihm am Ende der Tour auf seine Frage, ob die Fahrt gefallen hat, begeisterte Zustimmung entgegenschlägt. So gesehen konnten Karl Müller und seine als unverzichtbare Assistentin fungierende Gattin Roswitha, die den Ausflug der Sängereinheit 2017 organisiert und geleitet hatten, vollauf zufrieden sein, obwohl bei einer Fahrt mit Ziel „Hamburg“ typisches „Hamburg Wetter“ herrschte, also es neben viel Sonne auch einmal ordentlich Regen setzte.

Der „Reisemarschall“ hatte ein breit gefächertes Programm ausgearbeitet, bei dem sowohl die sich für Geschichte und Kultur Interessierenden als auch die Reiseteilnehmer, denen städtebauliche Schönheiten wichtig waren, voll auf ihre Kosten kamen. Auf der Hinfahrt machte man in Hannoversch-Münden einen Zwischenstopp. Das Städtchen, am Zusammenfluss von Werra und Fulda, die an dieser Stelle die Weser begründen, wurde von der Reiseschar nach üppigem Frühstück zu Fuß erkundet. Die liebevoll erhaltenen, renovierten und neugestalteten Fachwerkbauten der Altstadt zeigten den Besuchern eine typische Stadt der deutschen Fachwerkstraße.

Der folgende Morgen beinhaltete zunächst eine rund vierstündige Stadtrundfahrt in Hamburg, unterbrochen von verschiedenen kleineren Fußmärschen zur näheren Besichtigung des einen und anderen Objekts. Die Sangesfreunde tauchten ein in eine pulsierende Millionenstadt, die aber auch wundervoll ruhige Quartiere voller Grün und Wasser aufwies. Apropos Wasser: das begleitete die Besucher auf der gesamten Rundfahrt als Teiche, Seen, Fleets, Kanäle und Hafenbecken. Kein Wunder, dass Hamburg die brückenreichste Stadt Europas ist. Mit 2497 Brücken und Stegen weist sie mehr Wasserübergänge auf als Venedig, Amsterdam und Stockholm zusammen. Schon bei der Anfahrt über die Köhlbrandbrücke, die einen eindrucksvollen Blick über das ausgedehnte Hafengelände bietet, das zehn Prozent der gesamten Stadtfläche einnimmt, zeigte auf, warum Hamburg die größte deutsche Hafenstadt ist.

Der Stadtführer brachte die Sangesfreunde zum Containerhafen mit der Vielfalt seiner Kräne, zeigte in der Speicherstadt die Drehobjekte unter anderem für „Tatort“ und führte zur Hafencity mit der Elbphilharmonie. Weiter ging die Fahrt durch den Elbtunnel, an Außen- und Binnenalster vorbei, über die Reeperbahn, die Davidwache streifend, hinein in die Kernstadt mit dem Stadtteil St. Pauli, dem Rathaus, der St.-Michaelis-Kirche, besser bekannt als der „Michel“, über den Jungfernstieg hin zu den Landungsbrücken, wo die ein- und ausfahrenden Ozeanriesen begrüßt und verabschiedet werden.

Der Gang über den Fischmarkt verlangte am Folgetag ein frühes Aufstehen. Es lohnte sich, trotz anhaltendem Regen, was für den Fischmarktbesucher Normalität sei, wie versichert wurde. Mit leiser Wehmut musste am anderen Morgen schon wieder der Bus zur Heimfahrt gerüstet werden. Karl Müller ging tröstend mit Sekt-und Weinflaschen durch die Reihen, der Geburtstag eines Sangesfreundes sorgte unter der Regie von Uschi Busse für Kurzweil und unbeschadet erreichte die Sängerschar wieder heimische Gefilde.

Brigitte Falckenthal dankte am Ende für das gesamte Reiseensemble den beiden Machern Roswitha und Karl Müller für diese ausgezeichnete Fahrt. kku

Der Jahresausflug der Sängereinheit Leutershausen führte in die Hansestadt Hamburg.  BILD: MICHAEL LANG