Sonstiges – Ein Segen für die Musik und die Gemeinde

April 2017 (Weinheimer Nachrichten) Festgottesdienst: Instrumentalkreis, Blockflötenkreis und Dirigentin Ursula Naß feiern runde Geburtstage

 

HOHENSACHSEN. Bemerkenswert und viel beachtet war der musikalische Festgottesdienst anlässlich der Jubiläen 40 Jahre Instrumentalkreis mit 20 Jahren Dirigat durch Ursula Naß sowie 40 Jahre Blockflötenkreis mit 30 Iahren Dirigat Ursula Naß in der evangelischen Kirche Hohensachsen. Am Ende waren sich die Zuhörer mit der Vorsitzenden des Instrumental- und Blockflötenkreises, Monika Schmitt, einig: Beide Ensembles spielten glänzend.

Pfarrerin Dr. Gesine von Kloeden begrüßte die Gemeinde, insbesondere Bezirkskantorin Anne Langenbach, Pfarrer i. R. Fritz Joecks und Organist Ulrich Böhler. Nach einer sehr differenziert gestalteten „siebenstimmigen Sonata“ von Johann Heinrich Schmelzer vom Blockflötenkreis sang die Gemeinde in Orgelbegleitung „Lobe den Herrn“.

Viele Würdigungen

Die Aufführung der festlichen Kantate „Ich will den Namen Gottes loben“ des protestantischen Kirchenmusikers Johann Kuhnau mit dem Instrumentalkreis und dem im Altarraum Aufstellung genommenen Kirchenchor unter der Leitung von Ursula Naß und dem Gemeindelied „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ leitete über zur Predigt, in der Pfarrerin von Kloeden auf den Instrumental- und Blockflötenkreis sowie auf Ursula Naß einging. Es sei ein Segen gewesen, dass der Kirchenchor die beiden Musikkreise als Begleiter suchte und dass Musiker aus beiden Kreisen nicht nur aus der Gemeinde, sondern viele auch aus anderen Orten kommen, um in Gottesdiensten und bei anderen kulturellen Veranstaltungen mitzuwirken. Die Musik, die sie spielen, hebe die Menschen aus dem Alltag heraus.

In einen wunderbaren Klang eingebettet war das Werk „Canzon a 8“ von Tiburtio Massaino mit Instrumental- und Blockflötenkreis. In ihrem Rückblick auf 40 Jahre Instrumentalkreis zitierte Vorsitzende Monika Schmitt frei aus „Das Lied von der Glocke“ von Friedrich Schiller: „Fest geschrieben in Hohensachsens Erde steht der heutige Tag, auf Papier gebannt.“

Nach Johann Sebastian Bachs eindrucksvollem „Wohl mir, das ich Jesum habe“ mit Instrumentalkreis und Kirchenchor erklärte Monika Schmitt zum Rückblick auf 40 Jahre Blockflötenkreis: „Wenn gute Anerkennung aus allen Musik-Epochen sie begleiten, dann fließt die Arbeit immerfort.“ Zur Dirigentin sagte sie: „Durch ihre Hände fügt sie zum Ganzen den Glanz und Schimmer.“

Nach der „Pastorale“ vom Blockflötenkreis aus dem Divertimento F-Dur von Joseph Haydn dankten Christa Klohr und Nicole Kitzmann vom Kirchenchor Ursula Naß mit Blumen und Präsent für ihr Engagement, Bezirkskantorin Anne Langenbach stellte fest: „Welch eine Freude und Wohltat ist es, einen Gottesdienst mit so viel Musik zu erleben.“ Nächstes Mal bringe sie ihre Flöte mit. 40 Jahre werde hier musiziert und von Midlife-Crises nichts zu spüren. Einen riesigen Anteil daran habe die Dirigentin. Anne Langenbach überreichte eine Urkunde des Kirchenbezirks. Für die Gemeinde würdigte Pfarrerin von Kloeden mit einem Präsent die besonderen Leistungen von Ursula Naß.

Das „Andantino“ aus der Wassermusik von Georg Friedrich Händel und das Schlusslied „Nun danket alle Gott“ und das moderne „Concertino“ von Eberhard Werdin, intoniert von beiden Musikkreisen, beendete den Gottesdienst.

In einem Grußwort bedankte sich Ortsvorsteherin Monika Springer namens der Ortsverwaltungen von Hohensachsen, Ritschweier und der Stadtverwaltung bei Ursula Naß. Walter Spieth vom MGV 1850 Hohensachsen erinnerte daran, dass Ursula Naß seit Jahren den Schulchor und die Instrumental-AG der Grundschule leitet. Obmann Andreas Mihajlovic dankte für die gute Zusammenarbeit mit dem Posaunenchor, ebenso Andrea Jemmings für den katholischen Kirchenchor sowie Pfarrer i. R. Joecks

für ihre musikalischen Impulse. Nach dem Ständchen des Kirchenchores mit den Liedern „Trinita Beata“ und „Siyahamba“ (Wir gehen im Licht des Herrn) bedankte sich Ursula Naß bei allen Gratulanten. Musikalisch umrahmt wurde auch der folgende Empfang im Konfirmandensaal.  G.J.

Einfühlsam dirigierte Ursula Naß auch beim Festgottesdienst in der evangelischen Kirche Hohensachsen den Instrumental- und Blockflötenkreis, die sie bereits seit 20 und 30 Jahren leitet.  BILD: PHILIPP REIMER