Sonstiges – Regisseur ist seine Paraderolle

November 2017 (Weinheimer Nachrichten) Manfred Kopp wird heute 80 Jahre alt / Beim MGV, TVG und Freien Wähler sehr aktiv

 

GROSSSACHSEN. Ein Teil seines früheren Lebens hängt in Form von Plakaten im Keller. Sein neues Leben als Hobby-Maler findet man unterm Dach. Manfred Kopp besitzt viele Eigenschaften, die er stolz bei einem Rundgang in seinem Haus in der Uhlandstraße zeigt. Am heutigen Donnerstag wird der Vereinsmensch, Maler, Kommunalpolitiker, Geschäftsführer und einstige Sportler 80 Jahre alt. Sein Lebensmotto umfasst er im Gespräch wie folgt: „Immer nach vorne schauen – es wird schon gut gehen.“

Volksfeste wie die Großsaasemer Kerwe oder Vereinsarbeit hatten es dem gebürtigen Mannheimer besonders angetan. Anfang der 90er Jahre sprach ihn der damalige Bürgermeister Werner Oeldorf an, etwas in Großsachsen auf die Beine zustellen. Es zeigte sich, dass Kopp, der seit 1970 mit seiner Frau Inge in Großsachsen lebt, genau der Richtige war. Als Geschäftsführer der Firma Schütte-Lanz Holzwerke AG in Brühl und Zweiter Vorsitzender des MGV Sängerbund konnte er organisieren, delegieren und motivieren. Die Kerwe mit Redd, Umzug, Schaustellern und Kinderprogramm mauserte sich in den Jahren danach zum Publikumsmagneten. Auch weil er gute Leute wie Emil Fäßle oder Norbert Thünker um sich hatte.

Parallel dazu setzte er ab 1991 die Idee einer MGV-Theatergruppe um. Kopp wurde Leiter und Regisseur. Das erste Stück hieß „Das Millionending“, welches auch in der Partnergemeinde Niederau aufgeführt wurde. Klar, dass der Jubilar ein Plakat davon noch heute an seiner Kellerwand hängen hat. Viele weitere Plakate von Dieter Korsch kamen hinzu. Kopp trat übrigens nur einmal selbst auf der Bühne auf. Es war in Löhrbach. Der umtriebige Jubilar gründete zudem den MGV-Elferrat und initiierte entsprechende Faschingsveranstaltungen und wirkte sogar beim Musical Glasnost mit. Wehmut überkommt ihn, wenn er heute auf die Feste im Hirschberger Ortsteil schaut: „Mir blutet das Herz, wenn ich mir ansehe, was aus der Kerwe geworden ist.“

Typisch für den Großsachsener ist es, dass er mit Herzblut bei der Sache ist. So auch in der Kommunalpolitik für die Freien Wähler (FW). Jahrzehntelang engagierte er sich für deren Ideen, war von 1999 bis 2010 Vorsitzender, saß zehn Jahre im Gemeinderat und war Vizechef unter dem FW-Kreisvorsitzenden Axel Schüssler.

Die Gemeinde verlieh ihm für den Einsatz den Ehrenteller. Und die Freien Wähler Hirschberg machten ihn, zum Ehrenvorsitzenden. Vom Landesverband bekam er die goldene Ehrennadel.

Für seinen Einsatz beim MGV gab es die silberne Ehrennadel. Beim TVG ist er sogar Ehrenmitglied. Dort leitete der einstige Feldhandballspieler von 1973 bis 1976 die Handballabteilung und gründete zusammen mit Rosel Kraus die Damenhandballmannschaft. Gründungsmitglied war Kopp bei der TVG- Tennisabteilung. Auch beim Partnerschaftsverein und beim Kulturförderverein war der Jubilar „Gründer“.

Ferner wurde er von der AWO (goldene Ehrennadel), dem VdK (silberne Ehrennadel) und vom MGV Eintracht Schriesheim ausgezeichnet. All seine Urkunden hängen übrigens an einer Zimmerwand im ersten Stock. Gleich daneben findet sich der Raum mit seiner neuesten Leidenschaft – der Ölmalerei.

Diesen Raum nennt er gerne sein Atelier, in dem in der Mitte ein Sessel steht. Gut 200 Bilder besitzt Kopp, vor allem Landschaften, Blumen oder Pflanzen (Apfelbäume) hat er gemalt. Neben Motiven aus seiner Heimatgemeinde sind der Heddesheimer Badesee, die Starken- und Strahlenburg, der Luisenpark sowie der König- und Bodensee zu erkennen.

Aber auch von seinen Reisen in die USA zeugen die Bilder. Da ist etwa das Monument Valley. Dorthin reiste er während seiner langjährigen Tätigkeit als Geschäftsführer. Neben Nord- und Südamerika war er auch in Afrika, Südostasien und viel in Nordeuropa unterwegs. hr

Manfred Kopp hat sich das Malen selbst beigebracht. Bekannt ist er aber vor allem durch seine Aktivitäten für die Vereine und die Kommunalpolitik. Heute wird er 80 Jahre alt. BILD: MARCO SCHILLING