Hohensachsen MGV – Dem Sommer musikalisch in Mehrzweckhalle gehuldigt

Juli 2018 (Weinheimer Nachrichten) Konzert: 40. Hohensachsener Serenade mit neun Ensembles

 

HOHENSACHSEN. Das 40. Serenadenkonzert wurde vom Anet-Platz in die Mehrzweckhalle verlegt. Schade, denn das Ambiente des Anet-Platzes ist eben einmalig. Ein Blick ins Programm zeigte, dass sich die Chöre und Instrumentalisten auf eine Serenade im Freien eingestellt hatten. Mit einem facettenreichen Programm wurde dem Sommer dann in der Halle gehuldigt.

Monika Schmitt, die Vorsitzende des Blockflöten- und Instrumentalkreises, hieß das Publikum willkommen und bedankte sich anlässlich der 40. Auflage der Serenade für die Treue des Publikums sowie den Idealismus der Sänger und Musiker.

Die erste Serenade am 26. Juni 1979 war ein Beitrag zur 1200-Jahr­Feier der Ortschaft. Damals wirkten sechs Gruppen mit. Heute sind es neun Hohensachsener Kreise.

Mit seinem satten Sound setzte der evangelische Posaunenchor Hohensachsen – Lützelsachsen unter Leitung von Stefan Hübsch mit Variationen über das Badner Lied einen glanzvollen Auftakt. Hörenswert dann gleich die Darbietungen des Schulchors und der Instrumental-AG der Sepp-Herberger-Grundschule unter Leitung von Ursula Naß mit den Liedstücken „Heute ist ein schöner Tag“ von Roland Leibold und Yu Ka La Lei La“ aus Finnland. Bei „Der Mops von Fräulein Lunden“ von Heinz Lemmermann wuselten drei Möpse über die Bühnenrampe. Gesang und Musik harmonierten beim „I like the flowers“ von Werner Rizzi.

In eine andere Welt führte der Chor „Join the music“ mit dem am Keyboard begleitenden Dirigenten Kevin Erdel mit den flotten Melodien „Show me the meaning of being“ von Martin/Crichlow, „Lonely“ und „Yuo raise me up“ von Graham/Lovland. So richtig Fahrt auf nahm der Chor bei den Klängen des Stücks „Beautiful savior!“ von Loyd Larson.

Völlig anders dann der Blockflöten- und Instrumentalkreis unter Ursula Naß mit dem brillant gespielten „Bianca fiore“ von Cesare Negri. Es folgten drei „Gavotten“ von Michael Praetorius und ein „Flötenquartett“ von Fritz Metz. Auffällig beim folgenden Stück „Someone to watch over me“ von George Gershwin die Spieltechnik.

Beschwingte Akzente, von Trommelschlägen angekündigt, setzte der Männergesangverein 1850 Hohensachsen unter Leitung von Volker Schneider mit dem Chorsatz „Rock mi“ von Hermann Weindorf. Bei einem Stück von „Santiano“ und „Weinland“ von Robert Pracht zeigten die Sänger große Bandbreite.

Der Posaunenchor leitete mit „Hallelujah drive“ von Chris Hazel über zum Jungen Chor des MGV 1850 Hohensachsen unter Margit Pöhlert. Bei „I can hear music“ von den Beach Boys oder „Viva la vida“ von Coldplay kam nochmal viel Schwung in die Halle. Bei „Wochenend und Sonnenschein“ ließen die Comedian Harmonists grüßen, auch wenn es Milton Ager komponierte. Dieses Stück wurde vom evangelischen Kirchenchor unter Leitung von Svetlana Klaus temperamentvoll gesungen wie auch „Es klingt ein Lied“ von Otto Groll. Die Sänger des katholischen und evangelischen Kirchenchores konnten unter dem Dirigat von Klaus ihren punktgenauen Einsatz mit Dynamik bei Stücken wie „What a wonderful world“ unter Beweis stellen. Nach dem Schlusswort von Monika Schmitt stimmten alle Chöre ein „Dank an die Freunde“ (Amazing Grace) an.  G.J.