Laudenbach Singverein – Erste Weichen fürs 150-jährige Jubiläum gestellt

Januar 2019 (Weinheimer Nachrichten) Singverein: Vorsitzender Friedhelm Stiller stimmt bei der Mitgliederversammlung auf 2020 ein / Bilanz für 2018 fällt positiv aus, dennoch gibt es Sorgen um den Nachwuchs

 

LAUDENBACH. „Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen“. Dieses Jahresmotto beschworen die Sternsinger (Leitung: Jutta Basler) ganz im Sinn der Kinder in Peru zum Auftakt der Hauptversammlung, zu der der Singverein am Dreikönigstag in das Sängerheim geladen hatte.

Damit waren die beiden Chöre bestens auf jenes globale Miteinander eingestimmt, das sie in Vorbereitung ihres 150-jährigen Jubiläums so dringend brauchen. Doch Singvereinschef Friedhelm Stiller zeigte sich aus guten Gründen optimistisch und nahm die Erfolge des vergangenen Jahres als gutes Omen: „Das Jahr war gut und abwechslungsreich“.

Sängerreise nach Südtirol

Stiller erinnerte an die gelungene Ehrungsmatinee und an das Konzert .Man(n) singt“ im Verbund mit dem MC Schönau. Unvergessliche Eindrücke habe die Sängerreise nach Südtirol und ein gemeinsames Konzert mit dem Bergchor „Presanella“ ebenso hinterlassen wie das Sommerfest und die Kraftanstrengung zur Kerwe. Das „rundum gelungene Vereinsjahr“ sei abgerundet worden mit einer stimmungsvollen Weihnachtsfeier und natürlich mit dem großartigen Auftritt der Chöre und Solisten beim Weihnachtskonzert in der katholischen Kirche. „Der Singverein ist ein sozialer Begegnungsraum und ein schöner Ort der Lebensfreude und Wertschätzung“, sagte der Vorsitzende, machte aber auch keinen Hehl aus seinen Sorgen um den Nachwuchs. Ein eigens gebildeter Arbeitskreis und ein Projektchor für das Jubiläumsjahr sollen Abhilfe schaffen. Stiller verwies auf die großen Ressourcen, das „große Kapital Sängerheim“ und die solide Finanzlage des Vereins – Grund genug für vorsichtigen Optimismus bei den 191 Mitgliedern, die von 42 Männern und 24 Frauen in den beiden Chören getragen werden.

Cordula Stein, Sprecherin des Frauenchors „CaraMia“, bestätigte Stillers positive Eindrücke, verschwieg aber auch nicht ihren gelegentlichen Unmut.

qIm Übrigen aber „klappte alles ganz gut“, sogar das „Chorcoaching“, trotz deutlicher Zurückhaltung seitens der Männer. Vizechef Heinz Hannemann legte in Vertretung des erkrankten Schriftführers Matthias Hertlein das Augenmerk auf das Jubiläumsjahr 2020 und schilderte die Bemühungen des Vereins um die Teilnahme der beiden Partnerchöre aus Weimar und dem walisischen Llanelli. „Ich weiß, dass ich euch auf die Nerven gehe, wenn es um das Schaffen geht“, gestand Organisationsleiter Erhard Schmitt. Entsprechend herzlich dankte er den freiwilligen Helfern.

Wie viel Arbeit in diesem Jahr wartet, konnte die Versammlung an Schmitts langer Veranstaltungsliste ablesen. Arbeit gibt es auch für die – gleichwohl schmerzlich vermisste – Jugend. Doch Sprecher Bernd Hauptfleisch ist zuversichtlich. Er will die regelmäßigen Zusammenkünfte intensivieren. Einen „Gesamtüberblick über die wichtigsten Zahlen“ gab Schatzmeister Norbert Luber den Mitgliedern, die zufrieden das ordentliche „Plus“ in Lubers Bilanz registrierten. Des Schatzmeisters Wunsch, das Sängerheim möge sich selbst tragen, war zwar in Erfüllung gegangen, doch „ohne nennenswerten Gewinn“, den man für Instandsetzungsarbeiten verwenden könne.

Kassenrevisor Karl Giegrich und seine Kollegin Brigitte Gassmann hatten sich durch Lubers „vorbildliche Kassenführung“ mit rund 600 Buchungsvorgängen gearbeitet und alles für tadellos befunden. Seit er im Amt des Sprechers der Passivität und – aktuell- der Projektchorarbeit mehr Einblick in die Vereinsarbeit habe, erlebe er alles noch intensiver, gestand Dr. Bernhard Wahl und fasste die Eindrücke der Versammlungsteilnehmer zusammen: Ein erfolgreiches Jahr mit einem gewaltigen Berg Arbeit, für dessen Bewältigung der Vorstand allen Respekt verdiene.

Die Absolution der Mitglieder kam auf Antrag von Herbert Bangert prompt als einstimmige Entlastung des Gesamtvorstands. Bangert war es auch, der – unter Assistenz von Alois Nickel- in gewohnter Effizienz die Neuwahlen leitete. Durchweg einstimmig bestätigten die 46 Wahlberechtigten im Wesentlichen den bisherigen Vorstand mit wenigen Änderungen: Schriftführer Matthias Hertlein und sein bisheriger Vize Gunter Milsch tauschen die Plätze; Ortwin Schümmer bleibt stellvertretender Kassier, allerdings nur in kommissarischer Amtsführung. Günter Schmitt wird Sprecher des Männerchors, seinen bisherigen Platz als zweiter Organisationsleiter übernimmt Yvonne Schmitt.

Mit diesem aktualisierten Vorstand geht der Singverein in die Vorbereitungen zu seinem Jubiläumsjahr 2020, dessen organisatorischer Rahmen nun „mit Leben erfüllt“ werden soll, wie es Friedhelm Stiller formulierte: Jubiläumsmatinee im Januar, Festkonzert im Mai, Freundschaftssingen und Liederabend im Oktober und ein festliches Weihnachtskonzert sind die besonderen Herausforderungen neben den ohnehin gewohnten Veranstaltungen. he

Der Vorstand des Singvereins 1870 Laudenbach

  • Vorsitzender Friedhelm Stiller
  • Stellvertretender Vorsitzender Heinz Hannemann
  • Schriftführer Gunter Milsch; stellvertretender Schriftführer Matthias Hertlein
  • Kassier Norbert Luber; stellvertretender Kassier Ortwin Schümmer (kommissarisch)
  • Organisationsleiter Erhard Schmitt; stellvertretende Organisationsleiterin Yvonne Schmitt
  • Beisitzer Günter Landthaler, Ingrid Sieb, Ewa Borejdo; Florian Thierolf; Karlheinz Kilian
  • Webmaster Dieter Geiger
  • Jugendsprecher Bernd Hauptfleisch
  • Chorsprecher (Männer) Günter Schmitt; Chorsprecherin (Frauen) Cordula Stein; Sprecher Passivität und Projektchor Dr. Bernhard Wahl
  • Kassenprüfer Brigitte Gassmann und Alois Nickel.

Auf den neuen Vorstand des Laudenbacher Singvereins wartet zur Vorbereitung des Jubiläumsjahres 2021 viel Arbeit.  BILD: PETER HEID