Letershausen Sängereinheit 1864 – Verein sagt mit Verdis „Ernani“ Dankeschön

Oktober 2018 (Weinheimer Nachrichten) Sängereinheit 1864: Helferfest in der „Rose“ / Treue Mitglieder geehrt / Hermann Bürgy und Robert Klohr sind seit 70 Jahren dabei

 

LEUTERSHAUSEN. Es war bei der Sängereinheit 1864 viele Jahre eine schöne und lieb gewonnene Tradition, zu Beginn der Weinlese an der Bergstraße ihre Mitglieder und Freunde zu Neuem Wein und Zwiebelkuchen ins Vereinslokal „Zur Rose“ einzuladen, um den vielen freiwilligen Helfern ein kleines Dankeschön für ihren Einsatz im abgelaufenen Jahr zu sagen. Nach mehrjähriger Abstinenz war es am Samstagabend wieder der Fall, allerdings bereits am späten Nachmittag zu ungewohnter Zeit. Der frühe Zeitpunkt deswegen, weil sich einige Besucher nicht das Handball-Ortsderby in der 3. Bundesliga Ost zwischen dem TVG Großsachsen und der SG Leutershausen in der Sachsenhalle entgehen lassen wollten.

Sängereinheit-Vorsitzender Michael Lang eröffnete die gut besuchte Feier mit einem Gedicht von Friedrich Schiller und fuhr fort mit „Erhebet das Glas und trinkt den goldenen Wein“. Verdis „Emani“, aus dem dieses Zitat stamme, zähle seit vielen Jahren mit zu den beliebtesten Werken, die bei der Sängereinheit gesungen würden. Ob bei Konzerten, Geburtstagen oder festlichen Anlässen versprühe dieser berühmte Opernchor stets Lebensfreude.

Lang dankte den Spendern Werner Volk (Apfelsaft) und Gerhard Stöhr (Neuer Wein) sowie den Kuchenbäckerinnen Christa Bürgy, Maria Tschernan, Brigitte Falckenthal, Thea Pietsch und seiner Frau Christine. Würde man weiter in der Partitur blättern, so stoße man auf diese Zeilen: „So kann nur auf Erden uns Freude noch sein, beim Wein allein kann Freude sein“. Wein, Geselligkeit und Zusammenhalt, Freundschaft und Lebensfreude träten hier offenkundig zutage.

Ehrungen

Der Vereinschef sprach dann die Mitglieder an, die es zu ehren galt: „Ihr habt durch Eure langjährige Verbundenheit und Treue zu unserem Verein gezeigt, dass Euch diese Werte wichtig sind und Ihr ein Stück Lebensfreude mit uns teilt.“ Dies verdiene höchste Anerkennung und Respekt, denn es sei nicht selbstverständlich, dass sich Menschen über Jahrzehnte mit einem Verein und seinen Mitgliedern identifizierten und diesen unterstützten. Im Beisein des Ehren-Vorsitzenden Karl Müller ehrten Zweite Vorsitzende Brigitte Falckenthal und Michael Lang die Mitglieder: Für 25 Jahre Treue mit der silbernen Ehrennadel, einer Urkunde und einer Flasche Wein: Heide Küsters, Dieter Lebherz, Gerhard Froböse, Oliver Richter, Hermann Kolb und Andreas Stadler. Die goldene Ehrennadel, eine Urkunde und ebenfalls eine Flasche Wein für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten: Edgar Brand, Theo Eck, Günter Hauck, Dr. Klaus Lemelson, Prof. Dr. Udo Löhr, Günter Mayer und Fritz Tschunko. Für 50 Jahre treue Mitgliedschaft erhielten die Silberne Krawattennadel sowie eine Urkunde und zwei Flaschen Wein: Elly Grether, Harald Arnold, Werner Haag, Klaus Hüller und Manfred Koch. Eine besondere Ehre sei es, Mitgliedern für 70 Jahre Mitgliedschaft zu danken und zu gratulieren. Als Anerkennung erhielten Hermann Bürgy und Robert Klohr eine Urkunde und drei Flaschen Wein. Zum Anstoßen bat Lang, die Gläser zu füllen und zitierte noch einmal aus „Emani“: „Erhebt das Glas – trinkt goldenem Wein“ – auch wenn der Neue Wein noch nicht golden ist. Wer danach nicht zum „Handball-Derby“ nach Großsachsen eilte, der verbrachte

im „Rose-Saal“ noch einige fröhliche und gemütliche Stunden, was sicherlich auch dem süffigen „Neuen“ zuzuschreiben war. wh

Ehre, wem Ehre gebührt. Unsere Aufnahme zeigt (von links): die Zweite Vorsitzende Brigitte Falckenthal, Manfred Koch, Elly Grether, Hermann Kolb, Edgar Brand und den Vorsitzenden Michael Lang.  BILD: WERNER HILDEBRAND