Leutershausen MGV 1884 – Sänger laufen im Martinsaal zur Höchstform auf

Dezember 2018 (Weinheimer Nachrichten) MGV 1884: Musik, Vorträge und Theater im proppenvollen Martinsaal / Chor hat sich mit neuen Mitgliedern neu aufgestellt

 

LEUTERSHAUSEN. Siebenmal stand der Saal im evangelischen Kindergarten bei der Weihnachtsfeier dem MGV 1884 Leutershausen in den vergangenen Jahren zur Verfügung, jetzt ist die „gute Stube“ eine Baustelle. Die Jahre zuvor feierten die Sänger im Vereinslokal „Zur Krone“, bis die Traditionsgaststätte geschlossen wurde. Doch es scheint, dass sie mit dem Saal im Kindergarten St. Martin jetzt mehr als nur einen Ersatz gefunden haben: Der Martinsaal war zur Weihnachtsfeier voll besetzt.

Die Gäste kamen nicht umsonst: Was die Verantwortlichen um Günter Wagner als Programmpunkte aufgeboten hatten, verdiente die Höchstnote: Musik, Gesang, Vorträge, Tombola und Weihnachtslieder – es ging Schlag auf Schlag im Martinsaal. Die Pointen und kleinen Geschichten von Moderator Simon Kolb passten hervorragend zum Gesamtbild. Als am Schluss noch sieben Vollblut-Theaterspieler „Weihnachten einmal anders“ vorführten, war das Maß der Dinge erreicht.

Doch der Reihe nach: Als sich der MGV-Chor zu Beginn der Feier auf der kleinen Bühne postierte, war kein Platz mehr frei. Vorsitzender Harald Brand klärte die Besucher auf: „Wir haben uns umgestellt und neu formiert. So dürfen wir jetzt 20 neue Sänger begrüßen, die neue Kleidung ist schon etwas Besonderes und sticht hervor und auch das Liedgut wurde modernisiert.“ Das vergangene Jahr sei ein recht arbeitsreiches Jahr gewesen und auch 2019 werde von den Sängern viel abverlangen. Brand nannte schon einmal das „Open-Air“ im Schlosshof am 20. Juni. „Die neue Sängerkleidung, die intensive Werbung und die Ü40-Party haben uns einen großen Schritt nach vorne gebracht“, freute sich Brand.

Unter Dirigent Michael Kuhn sang der Chor „Heilige Nacht, o gieße du“, „Winternächtiges Schweigen“ und „Der Stern“. Dann ging es Schlag auf Schlag: Die neunjährige Mathilda Schmid spielte auf dem Klavier, Hans Weber erzählte eine Weihnachtsgeschichte und Eva Kilian spielten sechs Stücke mal alleine, mal im Duett mit Clara Einig auf dem Klavier, honoriert am Schluss mit einem Riesenapplaus der Besucher.

Im Frühjahr 2017 gründete sich das „Ensemble Ding“, ein kleiner, aber herausragender Chor mit drei Sängerinnen und drei Sängern, bei dem auch die Leutershausener Solistin Johanna Götz singt. „Maria durch ein Dornwald ging“, „Es ist ein Ros entsprungen“, „Have Yourself A Merry Little Christmas“ lauteten einige der Lieder der Gruppe, die ohne Zugaben nicht von der Bühne kam. Zu hören ist die Gruppe übrigens am 3. Februar, 17 Uhr, in der Wallfahrtskirche St. Johannes Baptist in Leutershausen.

Wer Glück hatte, konnte bei der Riesentombola einen schönen Preis gewinnen und nach der Pause und einem Sketch folgten gemeinsam gesungene Weihnachtslieder, die mit „Stille Nacht, heilige Nacht“ und „Süßer die Glocken nie klingen“ für einen brillanten Abschluss sorgten. Der Dank des Vereinschefs galt am Ende Dirigenten Michael Kuhn, der den Chor auf dieses hohe Niveau gebracht habe, den Organisatoren Günter Wagner und Vizechef Bernhard Götz, den Vize-Dirigenten Dr. Rainer Cee und Simon Kolb. Dem scheidenden Hirschberger Bürgermeister Just wünschte Brand für die Zukunft als Weinheimer Oberbürgermeister viel Erfolg und viel Kraft. Kleine Geschenke gab es dann noch vom Nikolaus (Ulli Düllberg).  wh

Das „Ensemble Ding“ begeisterte die Besucher im Martinsaal und mussten mehrere Zugaben geben. Zweite von links Johanna Götz. BILD: WERNER HILDEBRAND