Leutershausen Sängereinheit – Mit neuem Logo in die Zukunft

Juli 2019 (Weinheimer Nachrichten) Infoveranstaltung mit Studenten zur Modernisierung des Vereins

 

LEUTERSHAUSEN. Dieser Tage trafen sich um die 50 Mitglieder der Sängereinheit 1864 im Gasthaus „Zur Rose“ zu einer weiteren Informationsveranstaltung. Eingeladen hatte die studentische Arbeitsgruppe der DHBW Mannheim aus dem Studiengang Digitale Medien – Mediapublishing und Gestaltung, die die Sängereinheit im Rahmen eines Projektes seit Ende April unterstützt (wir berichteten). Zu Beginn blickte der Vorsitzende Michael Lang auf den Verlauf zurück. Über zwölf Wochen hatten sich die Mitglieder des Projekt-Teams, bestehend aus Vorstandsmitgliedern und aktiven Sängerinnen und Sängern, mit den Studierenden getroffen. Bereits ab dem ersten Workshop herrschte eine vertrauensvolle und motivierte Arbeitsatmosphäre. Zum Ende seiner einleitenden Worte gab er noch bekannt, dass für den Jugendchor, der sich in Gründung befindet, ein musikalischer Leiter gefunden werden konnte. Mit dem erfahrenen Musikpädagogen und Zweiten Vorsitzenden des Sängerkreises Weinheim Meinhard Wind freue sich die Projektgruppe um Lang, Michael Gaiser und Maiken Pressler einen Fachmann gefunden zu haben, der im Jugendchorbereich schon sehr viele Erfahrungen aufzuweisen hat.

Detlev Lalla (betreuender Dozent) bedankte sich auch im Namen von Dr. Redelius für die einmalige Lernchance für die Studierenden und stellte die Bedeutung solcher Projekte für den Praxisbezug des dualen Studiums dar. Im Anschluss übernahmen die Studierenden die Regie. Vor den Mitgliedern stellten sie ihre Vorgehensweise und ihre Ergebnisse vor. Nach Projekt-Start und dem Workshop mit den Mitgliedern am 25. April hatten sich die sechs Studenten Nina Kahrau, Cosima Peckhaus, Pat Saosurin, Kevin Beez, Christian von Jutrzenka Trzebiatowski und Philipp Rebholz über die Chorlandschaft in Hirschberg und den Nachbargemeinden informiert.

Umfrage bei der Bevölkerung

Zudem hatten sie eine Umfrage in Leutershausen durchgeführt, um das Interesse für Vereinsengagement, die Chormusik und die Bekanntheit des Vereins auszuloten. Details der Umfrage und der Marktanalyse wurden den Mitgliedern mitgeteilt und die Studierenden positionierten aus ihrer Sicht die Chöre der Sängereinheit im Chor-Spektrum. Die Studierenden und die Projekt-Gruppe der Sängereinheit haben die Vision eines familiengerechten Vereins erarbeitet. Ziel ist es, dass junge Familien (Väter, Mütter und Kinder) einen gemeinsamen Punkt für Aktivitäten in der Freizeit finden. Die Jugendlichen im Jugendchor und die Eltern in den Erwachsenenchören. Hierbei wurde die Zukunft des Vereins mit einem Überraschungsei verglichen: Teilhaben, Begeistern und Aufnehmen waren hierbei die Überraschung, die Schokolade die bunte Verpackung. Als Höhepunkt der bisherigen Arbeit präsentierten die sechs Studenten das neue Farbkonzept für die Außendarstellung des Vereins und drei Optionen für ein neues Logo, welches die moderne Ausrichtung, die Frische, Dynamik und die Familie darstellen sollen. Neben einem kräftigen Rot als Symbol für die Vereinsfarbe und die Farbe des Ortsteils sollen Weiß und ein freches Türkis den Verein zukünftig repräsentieren. Jetzt durften die Mitglieder aktiv werden und selbst über das Kernelement der künftigen Außendarstellung – das Logo – entscheiden. Jedes Mitglied hatte die Möglichkeit, über das neue Logo abzustimmen und erhielt von den Studenten zum Dank ein gut gekühltes Überraschungsei. Live wurden die Stimmen ausgezählt. Das neue Logo wird die Sängereinheit am Straßenfest im „Rose-Hof“ vom 5. bis 7. Juli präsentieren. Die Sängereinheit wird sich dem Wandel stellen, den die Studierenden angemahnt haben. Eine finale Entscheidung über die Ausrichtung haben die Mitglieder noch nicht beschlossen, aber spätestens nach der Sommerpause soll hier eine Entscheidung fallen. Der Dozent der Studierenden Detlev Lalla stellte zusammenfassend dar, dass die Studierenden den offenen Blick auf den Verein geworfen haben, der nun notwendige Wandel und die Werbung neuer Sänger sei eine Aufgabe alle Mitglieder. Der Vorsitzende Lang betonte in seiner Nachbetrachtung, dass der Wandel sicher nicht einfach sei, aber er als Vorsitzender habe die große Vision, dass es den Verein auch noch in 20 Jahren gibt. Hierbei seien alle Mitglieder gefragt, und auch er sieht den Wandel als schwierig, unvermeidlich, aber auch machbar an, wenn alle an einem Strang ziehen. Die konkreten Marketing-Maßnahmen, die noch offen sind und für die in diesem ersten Projekt noch nicht umsetzbar waren, werden in einem Folgeprojekt von DHBW Mannheim und Sängereinheit ab dem 2. September angegangen.