Leutershausen Sängereinheit – Verein gedenkt seiner verstorbenen Mitglieder

November 2019 (Weinheimer Nachrichten) Totengedenken im Friedhof / Zahlreiche Liedbeiträge / Blumengruß am Kreuz niedergelegt

 

Leutershausen. Am Totensonntag fand eine Gedenkfeier für alle verstorbenen Mitglieder und Freunde der Sängereinheit 1864 auf dem Friedhof in Leutershausen statt. Männer- und Frauenchor sangen zur Eröffnung der Gedenkfeier zusammen mit dem gemeinsamen Lied von Franz Schubert „Wohin soll ich mich wenden“, im Anschluss sang der Männerchor das Lied „Dona pacem Domine“ von Luigi Cherubini und dann der Frauenchor das Lied „All Night All Day“ von Bernhard Riffel, um dann gemeinsam das Lied von Franz Schubert „Heilig, heilig, heilig“ zu singen. Dirigiert wurden die Chöre von Vizedirigenten Gerhard Hauck.

Seine Ansprache eröffnete Vorsitzender Michael Lang mit einem Gedicht von Henry Scott Holland, dem Dornherrn der St. Pauls Cathedral von London im Jahre 1910. Diese Zeilen schrieb er anlässlich des Todes von König Edward VII. als Teil seiner Trauerrede. In diesen Zeilen geht es darum, dass die Verstorbenen nicht ganz verschwunden sind, sondern sich nur in einem Raum nebenan befinden. Auch wenn jeder den Zwiespalt zwischen dem schmerzlichen Verlust eines geliebten Menschen und dem Glauben an das Leben nach dem Tod empfinde, spende es Trost, dass die Verstorbenen bei Gott Friede, Ruhe und Erlösung fänden. Vizechefin Brigitte Falckenthal betonte, dass alle immer ein Teil des Vereins bleiben würden. Die Verstorbenen in diesem Jahr sind das Ehrenmitglied Erich Schmitt sowie die Mitglieder Harald Arnold, Hans Volk, Josef Fey, Heinz Wachsmuth und Georg Krauth.

Erinnert wurde auch an den verstorbenen früheren Dirigenten der Sängereinheit, Franz Josef Siegel, der über 30 Jahre das musikalische Bild des Vereins geprägt und große Erfolge mit dem Verein gefeiert hat. Nach einer Schweigeminute ging es mit dem Gesang: Der Frauenchor sang „Näher mein Gott zu Dir“ von Hans Lingerhand, der Männerchor „Mondnacht“ von Joseph von Eichendorff, alle zusammen Franz Schuberts „Mein Heiland Herr und Meister“. Als äußeres Zeichen der Verbundenheit mit den Verstorbenen legten die Sängerinnen und Sänger einen Blumengruß am Kreuz nieder.