Hohensachsen

Eine Urkunde vom 30. Juni 779 erwähnt erstmals den Namen „Sahsenheim”, wahrscheinlich für Siedlungen im Bereich der drei Sachsenorte geltend. Der Hohensachsener Friedhof dürfte wohl eine der ältesten Begräbnisstätten, zumindest in unserer Gegend, sein, die heute noch belegt wird. Schon seit mehr als tausend Jahren werden hier die Toten des Dorfes bestattet.

Das Dorf Hohensachsen war überwiegend eine bäuerliche Siedlung noch bis in das 19. Jahrhundert hinein. Erst die beginnende Industrialisierung Anfang des 19. Jahrhunderts verwandelte die Bevölkerungsstruktur, Hohensachsen wurde eine Wohn- und Pendlergemeinde.

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der Hohensachsener Bergbau urkundlich wieder genannt. 1885 wurde der Betrieb des Bergbaus endgültig eingestellt. Eine Schule in Hohensachsen ist schon 1578 nachweisbar.

Nun aber in die Gegenwart. Der Beginn des 20. Jahrhunderts hat einen Bevölkerungsanstieg auf über 800 Einwohner gebracht. Vor dem 1. Weltkrieg wurde eine zentrale Wasserversorgung geschaffen und 1936 erweitert. Die Stromversorgung durch das Badenwerk wurde 1907 eingeführt. Vor dem 2. Weltkrieg gab es in Hohensachsen nur eine einzige geteerte Straße, die heutige Kaiserstraße. Die Straßen im Ortskern waren gepflastert. Nach dem 2. Weltkrieg mußte Hohensachsen mit dem Flüchtlingsproblem fertig werden. Nahezu 400 Flüchtlinge und Evakuierte mussten zum Teil in beschlagnahmten Wohnungen und Behelfsheimen untergebracht werden. 1960 wurde ein neuer Friedhof mit Leichenhalle angelegt. 1970 wurde die Sport- und  Schwimmhalle, die heutige Mehrzweckhalle eingeweiht. Bis 1973 waren alle Straßen sowie Frisch- und Abwasserversorgungen neu gebaut.
Seit 1973 ist Hohensachsen ein Stadtbezirk der Großen Kreisstadt Weinheim. 1978 bis 1982 konnte die Feuerwache Süd errichtet und ausgestattet werden. Der neue Wasserhochbehälter verbessert die Wasserversorgung seit 1977. Auch Erdgas erreicht seit 1984 den Ort. 1997 wurde eine Friedhoferweiterung durchgeführt und abgeschlossen werden.

Der 1989 in „Anet-Platz” umgetaufte Dorfplatz wird 1995 teilweise neu gestaltet. An allen genannten Vorhaben sind einzelne Bürger und Vereine stark beteiligt.

Das 1200-jährige Bestehen des Ortes feierten die Bürger 1979 mit vielfältigen und festlichen Veranstaltungen. Das Serenadenkonzert auf dem Anet-Platz wurde aus diesem Anlass aus der Taufe gehoben.

Mitglied des Badischen Chorverbandes